Ehrenvorsitz

Bodo Grafenhorst

Der Ehrenvorsitzende und Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Landes-Motorsport-Fachverbände AG LMFV.

Bodo Grafenhorst ist eine Institution, einer der ganz Großen des Deutschen Motorsports. Sein gesamtes Engagement galt und gilt noch immer dem aktiven Motorsportler.

Der Mainzer beeinflusste den Motorsport in unserem Land wie kaum ein Zweiter und ist auch heute noch in zahlreichen Ehrenämtern aktiv. Unter anderem leitete er als Präsident erfolgreich über viele Jahre die Geschicke des Deutschen Sportfahrerkreises (DSK). Die Zahl seiner hohen und höchsten Auszeichnungen und Ehrungen ist beeindruckend. Von der Goldenen Verdienstnadel des ADAC über die Goldenen Sportabzeichen von AvD und DMV bis hin zur Graf – Trips – Medaille mit Brillanten.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt B.G. 1984 und das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse im Jahr 1993. Die Leistungen und das Fachwissen von Bodo Grafenhorst wurden – und werden – auf allen Ebenen sehr geschätzt.
Die Zahl seiner seit 1952 bekleideten Ehrenämter, vom ADAC-Vizepräsidenten für Tourismus bis zum Vorsitzenden des ADAC Mittelrhein sind gewaltig und haben dem Deutschen Motorsport, den Aktiven und den Veranstaltern, Geltung, Regeln und Sicherheit gebracht.

Natürlich war B.G. auch ein erfolgreicher Sportfahrer auf zwei und vier Rädern.
Seinen ersten Zugang zum Motorsport auf zwei Rädern suchte er im Kreis der Sportler des Kurhessischen Motorsport Club Kassel e.V. im ADAC. In Kassel begann er auch seine berufliche Laufbahn.

1952 – 1953
OMK-Ausweisfahrer im Motorradgeländesport

1956 – 1974
ONS-Lizenzfahrer, Teilnahme an Rallyes, Berg-, Rundstrecken-und
Auto-Cross-Rennen auf allen Fahrzeugen, die damals für den Rennsport
geeignet waren. (z.B. DKW, VW, Alfa, Fiat und BMW).
Im Alter von zarten 50 Jahren erfolgte der Rückzug aus dem aktiven Sport.
Er wandte sich dem Ehrenamt und der Sportpolitik zu.

Im Jahre 1958 gründete B.G. die Rallye Gemeinschaft Süd West e.V. und war deren ständiger Vorsitzender. Er hatte das Ziel die damaligen Verhältnisse im Rallye-Sport zu verbessern, z.B. durch die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte „Schule des Copiloten“, eine Institution in der Pfalz. Hierdurch ergab sich auch der Kontakt zum Deutschen Sportfahrer Kreis e.V. (DSK).
1970 wurde B.G. zum stellvertretenden Vorsitzenden des ADAC-Gau Mittelrhein gewählt und 1980 wurde er Vorsitzender dieses ADAC – Regionalverbandes.

Am 22. Mai 2000 wurde im Hotel „Novotel“ in Mainz von 17 erschienenen Vereinen der „Motorsportverband Rheinland-Pfalz e.V.“ (mvrp) gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Bodo Grafenhorst gewählt. B.G. führte den Verband mit großem Erfolg und vielen vorbildlichen Aktivitäten bis zum Jahr 2008. Sein Nachfolger wurde Armin Kohl, der Macher der „Rallye Deutschland“. Noch heute wirkt er u.a. als Ehrenpräsident des ADAC Mittelrhein und Mitglied des ADAC-Senats mit und bringt seine umfassende Erfahrung mit ein.
In seiner Heimatstadt Mainz engagiert sich B.G. als „Senioren-Sicherheitsberater“.

Die Aktivitäten von B.G. zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Landes Motorsport Fach Verbände – AG LMFV

Am 15.05.2006 trafen sich die Fachverbände von Hessen und Rheinland Pfalz in Wiesbaden um festzustellen, dass eine Zusammenarbeit der Motorsportfachverbände unserer Bundesländer auf den Weg gebracht werden sollte.

Nach zwei Treffen der Vorstände der Motorsport Fachverbände Hessen und Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Bodo Grafenhorst und Peter Lindemann, folgt am 05.06.2007 das erste Treffen der Fachverbände von Hessen, Rheinland Pfalz und dem Saarland mit dem Ziel einer engeren Zusammenarbeit.

Nach dem Hinzustoßen des Fachverbands des Saarlands unter der Führung von Karl-Heinz Ganster wurde beschlossen, die Idee einer Zusammenarbeit aller 15 Motorsport Fachverbände in Deutschland umzusetzen und erste Schritte einzuleiten.
Es erfolgte die Einladung an alle Fachverbände zu einer ersten Sitzung. Alle Verbände zeigten Interesse, sagten zu und kamen.

Am 10.11.2007 gab es ein erstes Treffen aller LMFV in Kassel-Wilhelmshöhe Hotel und Restaurant “ Steinernes Schweinchen“, und am 23.02.2008 – Gründungsversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Landes Motorsport Fach Verbände im Motel Center Kirchheim.

Alle 15 Verbände waren in der Gründungsversammlung anwesend und gründeten die Arbeitsgemeinschaft der Landes Motorsport Fachverbände (AG LMFV) in Deutschland.
Noch immer ist Bodo Grafenhorst bei allen Sitzungen anwesend und bringt seinen riesigen Erfahrungsschatz mit ein.

Das Wirken von B.G. im Deutschen Sportfahrer Kreis (DSK), einem Zusammenschluss aktiver Motorsportler in Deutschland.

ab 1960 Mitglied des DSK

ab 24.ll.62 Stellvertretender Präsident und Schriftführer des DSK

ab 1965 Als Nachfolger von Paul Ernst Strähle und Sepp Greger Fahrervertreter bei der ONS
1966
Um den Wissensstand der Sportkommissare zum Vorteil der Fahrer zu verbessern erarbeitet und verfasst B.G. die „Richtlinien für Sportkommissare“ die heute noch – allerdings in mehrfach überarbeiteter Auflage – der Leitfaden für die Arbeit der Sportkommissare ist, und die ONS veranlasst hat, für andere Bereiche nach diesem Vorbild weitere „Richtlinien“ herauszugeben.

12.01.69 Vizepräsident des DSK
11.01.69 Verfasser des „Plädoyer für den Rallye-Sport“, einer Aufklärungsschrift über den Wert und Sinn des Rallyesports, die nicht nur in den ONS-Mitteilungen und der Bild-Zeitung, sondern in unzähligen Zeitungen und Zeitschriften ab- oder nachgedruckt wurde und in allen Gebieten der Bundesrepublik bei Vorträgen und Diskussionen um den Rallyesport als Argumentationshilfe benutzt wurde.

29.03.69 bis 1978 Präsident des DSK, der zu dieser Zeit ca. 600 Mitglieder hatte.
1968 Initiative über den HUK-Verband und mit den Sport Versicherern mit dem Ergebnis einer Verbesserung des Versicherungsschutzes. Hierbei wurde auch der sogenannte „Versicherungs-Halt“ nach einer Wertungsprüfung ent- wickelt.

1970 Wiederwahl als Fahrervertreter bei der ONS gemeinsam mit Herbert Linge, der nach einjähriger Verhandlung durch B.G. mit dem Hause Porsche hierfür freigestellt wurde. Hierdurch wurde es erst Herbert Linge möglich, die ONS-Staffel zu entwickeln und aufzubauen.

1971 wurde der DSK-Rettungswagen mit Dr. Eddi Rothenfelder in Dienst gestellt, eine direkte medizinische Betreuung der Rallyefahrer. Zu jener Zeit gab es im ganzen Bundesgebiet keine 10 Rettungswagen!

1973 Vorsitzender des Sicherheitsausschusses der ONS

Bis zu dieser Zeit gab es bei der ONS keinerlei Sicherheitskriterien oder Auflagen für den Automobilsport. Alles was es heute gibt, ist unter der Verantwortung des B.G. erarbeitet worden. Das hat dazu geführt, dass der Automobilsport in der BRD so sicher ist, wie in keinem anderen Land.

Da die Fahrer durch Unkenntnis der Sportkommissare vielfach benachteiligt wurden, hat B.G. sich hier stark engagiert und nach jahrelangen Bemühungen bei der ONS erreicht, dass keiner mehr ohne entsprechende Prüfung Sportkommissar werden kann.

Von Anfang bis vor 2 Jahren ständiges Mitglied des Prüfungsausschusses des DMSB.

Die Zeitschrift „rallye racing“ wurde unter entscheidender Mithilfe von B.G. gegründet.

Die Zeitschrift „Sportfahrer“ ist eine Gründung des DSK und war eine Idee von B.G.

1976 Seit dieser Zeit ist B.G. deutsches Mitglied der FISA-Offroad-Commission
1978 Beendigung seines Engagements im DSK

Die Arbeitsgemeinschaft der Landes-Motorsport-Fachverbände wünscht ihrem Ehrenvorsitzenden Bodo Grafenhorst von ganzem Herzen Gesundheit, damit seine Fachkompetenz uns noch sehr lange begleiten kann.